Allgemein

Literatursendungen im Fernsehen

Hallo ihr Lieben!

In letzter Zeit bin ich absolut süchtig nach Literatursendungen im Fernsehen. Wobei „im Fernsehen“ ist da eher relativ. Schon lange bin ich ein Fan des lesenswert Quartetts geleitet von Denis Scheck (Literaturkritiker) und früher noch von Felicias von Lovenberg (Piper Verlag). Ein weiteres festes Mitglied dieser Sendung ist Ijoma Mangold (Literaturchef der ZEIT). Alle 3 festen Mitglieder sind absolut sympathisch, was es für den Zuschauer zu einem angenehmen Erlebnis macht. Es wird viel diskutiert, aber nicht gestritten und die Kritiker gehen sehr respektvoll miteinander um. Ausgestrahlt wird es alle 3 Monate im SWR. Auch sehenswert, jeden Donnerstagabend lesenswert mit Denis Scheck, sowie Druckfrisch (letzter Sonntag im Monat um 23:45 Uhr)

Eine weitere Literatursendung, die es in mein Herz geschafft hat, ist der Literaturclub aus der Schweiz.  Geleitet wird dieser von Nicola Steiner. Feste Mitglieder im Wechsel sind: Elke Heidenreich, Philipp Tingeln, Rüdiger Safranski, Hildegard Keller und Thomas Strässle. Auch hier wird jedes Mal ein Gast eingeladen, um mit den Kritikern über Literatur zu diskutieren. Genau wie im lesenswert Quartett gehen auch hier die Kritiker sehr respektvoll miteinander um, sodass es wirklich spaß macht ihnen beim Kritisieren zuzuschauen. Der Literaturclub wird monatlich, in Deutschland sonntags in 3sat, ausgestrahlt.

Und zum Schluss die bekannteste Literatursendung: das literarische Quartett. Leider muss ich sagen, dass mich dieses Format bis jetzt nicht wirklich überzeugt hat. Meiner Meinung nach ist dieses Quartett absolut Fehlbesetzt. Maxim Biller, der bis vor kurzem noch ein festes Mitglied war hat mich immer mit den Augen rollen lassen. Ich fand seine Auffassung von Literatur viel zu hoch angesetzt. Von jedem Buch, was er bewertete erwartete er einen Hochkaräter der Weltliteratur. Alles darunter schien nicht sein Niveau zu sein. Volker Weidermann ist als Gesprächsführer völlig ungeeignet, da er es meistens nicht schafft mit klaren Worten einzugreifen, wenn die Diskussion aus dem Ruder läuft. Gerade jetzt, da Thea Dorn ein neues festes Mitglied geworden ist, fällt auf, dass sie immer mehr die Gesprächsführung übernimmt. Herr Weidermann scheint dafür recht dankbar zu sein. Nun zu Christine Westermann. Letzte Sendung hat sie bewiesen, dass sie in dieser Runde absolut fehl am Platz ist. Ihre teilweise fragwürdige Literaturauswahl trägt sie mit einer  Art vor, die einen glauben lässt sie wäre eine tüdelige über 80 jährige. Sie verfügt über eine absolute Unkenntnis von Fachbegriffen der Literatur, welche sie offen in der Sendung vom 05.05.2017 erfragen musste. Ehrlich gesagt wäre es mir unglaublich peinlich, würde ich in so einer Fachrunde sitzten ohne auch nur die Grundbegriffe der Literaturkritik zu kennen. Natürlich sollte man nicht in zu viel Fachsprache verfallen, wenn man möchte, dass ein normaler Leser die besprochenen Bücher kauft. Allerdings erwarte ich auch von einer Literaturbesprechung, dass ein Buch auf einem gewissen Niveau diskutiert wird. Und nicht einfach nur für gut oder schlecht befunden wird.

Also mein Fazit und Tipp: Möchte man eine gute Literatursendung sehen, sollte man auf jeden Fall in das lesenswert Quartett und den Literaturclub reinschalten. Das literarische Quartett kann man getrost auch mal ausfallen lassen.

Viel Spaß beim Reinschauen und Stöbern!

 

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