Rezension

Das Orchideenhaus

Das Orchideenhaus von Lucinda Riley

Hallo ihr Lieben,

diesen Monat habe ich mein erstes Lucinda Riley Buch gelesen und ich muss sagen, ich war doch etwas enttäuscht.

Julia fällt ein altes Tagebuch in die Hände, welches ein Familiengeheimnis beinhaltet. Alles begann damals 1939.

Lucinda Riley erzählt in mehreren Handlungssträngen die Geschichte der Familie Crawford und Stafford. Einmal in der Gegenwart und einmal in der Vergangenheit.

In der Gegenwart kommt Julia einem Familiengeheimnis auf die Spur. Gleicher Nenner der beiden großen Handlungsstränge sind die Großeltern von Julia, die damals im Hause Crawford angestellt waren. Kit, der Erbe des Crawford Anwesens, findet ein Tagebuch beim Ausräumen des ehemaligen Hauses Julias Großeltern, wo sie als Bedienstete von Wharton Park untergebracht waren.

Julia und Kit kommen sich durch gemeinsame Erinnerungen an Wharton Park näher.

Leider ist ihre Liebesgeschichte zu Kit emotional sehr unglaubwürdig. Alles geht viel zu schnell, man kann es fast gar nicht glauben. Hier hätten dem Buch ein paar Seiten mehr wirklich gut getan.

Generell wurde ich mit der Protagonistin der Gegenwart nicht wirklich warm. Ihre Gefühlswelt und ihr Handeln war für mich ziemlich unglaubwürdig.

In der Vergangenheit, genauer 1939, geht es hauptsächlich um Olivia und Harry. Beide sind jung und sich einander sympathisch. Bald steht für die Eltern fest, die beiden sollen heiraten. Doch schon bald danach entpuppt sich die Hochzeit als ein Fehler und Harry wird in den Krieg geschickt. Als er zurück kommt, ist nichts wie vorher, denn die Kriegsgefangenschaft und der danach folgende Aufenthalt in Bangkok haben ihn verändert.

Die Personen in der Vergangenheit gefallen mir wesentlich besser. Ihre Handlungen und Gefühle sind für mich glaubwürdiger.

Es gefällt mir, wie Lucinda Riley die Geheimnisse auflöst. Jedoch finde ich, dass sie es viel zu schnell und oberflächlich tut. Im Allgemeinen finde ich, dass vieles in dem Buch zu oberflächlich gehalten wurde. Viele Charaktere und auch die meisten Handlungsstränge haben keine Tiefe.

Alles in Allem ist das Buch jedoch sehr flüssig zu lesen trotz der ein oder anderen Länge. Positiv anzumerken ist auch, dass der Wechsel zwischen den Zeiten absolut nicht verwirrend ist, sondern der Geschichte gut angepasst ist.

Mein Fazit:

So ganz kann ich den Hype nicht verstehen. Das Buch wirkte mir viel zu überladen. Man hat das Gefühl, die Autorin möchte so viele verschiedene Geschichten wie möglich reinpacken, was die Charaktere und die Handlung Tiefe kostet und mir deswegen viel zu oberflächlich bleibt. Das finde ich wirklich schade, denn die Geschichte hatte Potential.

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