Rezension

Mit einem Lächeln im Sturm

Hallo Ihr Lieben,

hier meine Rezension zu Mit einem Lächeln im Sturm von Patricia Carlyle.

Es ist das Jahr 1789. Nach dem Tod ihrer Mutter macht Catherine sich auf den Weg von England nach Frankreich, um endlich ihren Verlobten wiederzusehen und die Verlobung offiziell zu machen. Doch der Weg zu Etienne gestaltet sich in diesen schwierigen revolutionären Zeiten holprig. Auf dem Weg nach Paris lernt sie Christopher kennen, der sie aus so mancher Misere rettet und sie unbeschadet nach Paris bringt. Doch auf einmal ist sich Catherine ihrer Verlobung nicht mehr so sicher und Christopher lässt sie auch in Paris nicht allein. Catherine und Christopher kommen sich näher, doch die Zeiten sind gefährlich.

Die Geschichte nimmt schnell Fahrt auf, lässt sich flüssig lesen und es dauert nicht lange, um mitten drin zu sein. Leider hat mich trotzdem der Schreibstil nicht zu hundert Prozent überzeugt. Für mich mochte, wegen der doch modern anmutenden Sprache, nicht so recht die Atmosphäre dieser Zeit aufkommen. Es waren Wörter, Beschreibungen und Redewendungen zu finden, die es zu dieser Zeit sicherlich noch nicht gab. Auch störte mich, die sich immer wiederholende gleiche Beschreibung für ein bestimmtes Gefühl oder eine bestimmte Situation. Da hätte die Autorin etwas kreativer sein können.

Positiv anzumerken ist, dass in diesem Buch keine Längen auftauchen. Es ist spannend und alles passiert Schlag auf Schlag. Langweilig wird es mit dieser Geschichte sicher nicht.

Trotzdem mochte nicht so recht die Atmosphäre dieser Zeit aufkommen. Mir fehlten einfach die Beschreibungen zu der Umgebung, den Gebrauchsgegenständen dieser Zeit und den Umgangsformen. Da die Dialoge und auch die Erzählung sprachlich recht modern gehalten wurde, wäre es besser gewesen wenn die Autorin wenigstens das Setting ausführlicher beschrieben hätte, damit man sich in die Zeit hineinversetzt fühlt. Leider ist dies nicht gelungen und für mich fühlte es sich so an als würde ich einen Zeitreiseroman lesen, in dem die Protagonisten in der Zeit der französischen Revolution gelandet sind.

Catherine ist mir als Protagonistin leider bis zum Schluss recht unsympathisch geblieben. Sie ist extrem naiv und ihre Handlungen sind für mich als Leser meist nicht nachvollziehbar und sie treibt mich regelrecht in den Wahnsinn mit ihrer unvernünftigen Art.

Christopher hingegen finde ich klasse. Eine perfekte Mischung aus Gentleman und Abenteurer.

Die Charaktere waren mir leider zu oberflächlich gezeichnet und es gab auch für mein Empfinden zu wenig Figurenentwicklung. Catherines Naivität hielt sich hartnäckig bis zum Schluss, trotz den ganzen Erfahrungen, wenn auch in abgeschwächter Form. Die größte Entwicklung machte wohl Catherines beinahe-Schwiegermutter durch. Doch die meisten Figuren blieben aber relativ konstant. Mir fehlte da einfach die Tiefe und ich hätte mir eine deutlichere Entwicklung für die meisten Charaktere gewünscht.

Alles in allem finde ich es eine gute Geschichte mit kleinen Schwächen. Für mich persönlich war es nicht ganz das, was ich erwartet habe und auch nicht so ganz das Richtige. Aber ich denke für Leute, die Liebesgeschichten mögen, die in anderen Zeitepochen spielen kann ich dieses Buch empfehlen. Es hat Liebe, es hat Spannung und man lernt noch ein wenig über Geschichte.

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